Sonntag, 26. November 2017

The Sound of Silence

Heute werde ich meinen Blog mal dazu nutzen, etwas nicht so schönes anzusprechen. Aber wenn man darüber redet, dann wird man es eben erfahrungsgemäß auch leichter los.

In letzter Zeit habe ich ziemlich viel Zeit über mich und mein Leben nachzudenken. Dabei ist mir aufgefallen, wie sehr ich mich in den letzten 30 Jahren (ja, ernsthaft) verändert habe.

Als Kind war ich immer sehr aufgeweckt, habe viele Fragen gestellt und hatte einen Redebedarf für mindesten zehn Leute. Ich habe mich gern in den Vordergrund gedrängt, wenn ich das Gefühl hatte, übersehen zu werden. Ich habe auch nie darüber nachgedacht, ob es falsch wäre, etwas zu sagen.

Heutzutage bin ich kaum zu übersehen und würde mir oftmals wünschen, dass es anders wäre. In diesen 30 Jahren habe ich hauptsächlich nur gelernt, dass alle immer irgendwie in das Schema passen sollen. Und während man als Kind ruhig auf dem Stuhl zu sitzen hat und dem zu folgen hat, was der Lehrer so erzählt, soll man als erwachsener Mensch plötzlich das komplette Gegenteil sein. Jetzt gehören Smalltalk, Präsentationen, Networking etc. plötzlich zum täglichen Brot.

Nun bin ich plötzlich anders, weil ich niemanden unterbreche und stundenlang darüber nachdenke, was ich wohl sinnvolles und kluges zum Gespräch beisteuern könnte. Man könnte ja darin ertappt werden, etwas dummes oder falsches zu sagen. Und ich hab auch längst nicht so viele Kontakte, wie ich sie eigentlich haben sollte bei dem Beruf, der mich am meisten interessiert. Aber ein Gespräch aufrecht zu erhalten wird eben ab dem Moment schwierig, wo man einfach frei von der Seele reden sollte, aber Gefahr läuft, dass jemand die Worte, die frisch und ehrlich sind, nicht mag.

Dabei wäre ich vermutlich eine gute Freundin, auch wenn oder gerade weil ich wirklich gut darin bin, zuzuhören, und ich wäre auch eine gute Mitarbeiterin, da ich nicht viel erzähle, sondern das tue, was gemacht werden muss (und das eigentlich auch, so finde ich, recht kreativ, präzise und durchaus zum Ziel führend). Aber ich kann mich nicht mehr in den Vordergrund stellen, weil mir immer erzählt wurde, dass das falsch ist. Und ich kann nicht auf mich stolz sein, weil alles, was mich früher ausgemacht hat, erst einmal grundsätzlich falsch war und nicht in das Schema des stillen und fleißigen Schülers passte.

Wenn die Schule mir eins beigebracht hat, dann, dass man nur Vorteile hat, wenn man das tut, was einem gesagt wird und man ja nicht etwas infragestellt. Wenn das Leben mir etwas beigebracht hat, dann, dass man nicht man selber sein soll, wenn man nicht in das Schema des erfolgreichen, fehlerfreien Menschen passt.

Natürlich sollte man sich ab und zu überlegen, was man sagt, aber das sollte man nicht immer tun, weil man sonst ganz einfach ständig den richtigen Zeitpunkt verpasst, um etwas zu sagen. Und dann kommt dieser Zeitpunkt nie mehr wieder. Oftmals würde es uns auch gut tun, wenn wir die Wahrheit auch dann sagen könnten, wenn es möglicherweise weh tun könnte. Stattdessen sitzen wir da, schlucken alles runter und führen ein Schauspiel aus.

Schauspiel ist so oder so das richtige Wort. Wenn du mich im Fitnessstudio sehen würdest, so wäre das hauptsächlich Schauspiel. Ich hätte daran größtenteils keinen Spaß. Ebenso wenig habe ich Spaß, wenn ich versuche, einen Job zu finden. Ich habe auch keinen Spaß daran, schlimme Erfahrungen in meinem Leben verstecken zu müssen und ständig so zu tun, als wäre immer alles gut gewesen. Aber genau das versucht man, wenn man sich bewirbt.

Niemand, wirklich niemand schreibt in seinem CV oder einem Anschreiben, dass er/sie eine zeitlang psychische Probleme hatte, eine Therapie durchgemacht hat, Opfer eines Verbrechens wurde oder einfach gemobbt wurde, was so manche miese Noten einfacher erklärt als jede schöne Ausrede, die man sich ausdenken muss, um ja den nächsten Job zu bekommen.

Und so beginnt man ein Arbeitsverhältnis mit einer Lüge. Lügen war auch noch nie etwas für mich, aber wenn ich wirklich einen Job haben will, dann muss ich das tun. Auch wenn ich mir wünsche, dass wir uns alle mal eingestehen würden, dass niemand fehlerfrei ist.

Denn wer im Vorstellungsgespräch als fehlerfreies Supertalent dasteht, ist meistens nur ein schöner Traum aus heißer Luft. Ein Zeugnis nur mit Einsen verbirgt oft einen Menschen, der kaum soziale Kontakte knüpfen kann. Ein Zeugnis mit durchschnittlichen Noten versteckt den Menschen, der genau diese Kontakte knüpfen kann, aber nicht immer in allem gleich gut war. Ein Zeugnis mit schlechten Noten kann ein Beweis dafür sein, dass es das Schicksal mit diesem Menschen von vornherein nicht gut gemeint hat.

Mit anderen Worten: Ein Zeugnis und ein einmaliges dreißig bis sechzig Minuten Gespräch sagen gar nichts über den möglichen neuen Mitarbeiter aus, außer dass dieser Mensch gerade mal einen guten oder einen schlechten Tag hatte.

Es wäre also einfach sinnvoller, einen Menschen auszuwählen und erstmal auszutesten, um zu sehen, ob man zusammenpasst. Damit habe ich auch die besten Erfahrungen gemacht, denn große Klagen habe ich über meine Einsätze in diversen Praktikumsaufenthalten nie gehört.

Das, was ich erfahren habe, ist dass ich zu perfektionistisch und zu still bin. Daran muss ich nun arbeiten, damit ich wieder ich selbst sein kann. Ich weiß, das wird nicht einfach, gerade weil man eben ohne Job nichts auf den Teller bekommt und kein Dach über'm Kopf hat, und ich dann eben Gefahr laufe, dass mich weniger Menschen aushalten können als jetzt, aber sei's drum. Man kann es nicht allen Recht machen. Die wichtigste Person, der ich es Recht machen kann, sollte sowieso ich selbst sein. Sonst bin ich mir selbst nicht treu.




Today I'll use this blog in order to talk about a topic that's not so nice. However, it's easier to deal with difficult things when saying them out loud, rather than trying to hide them.

In the last couple of months I've had plenty of time to think about my life and myself as a person. Meanwhile, it occurred to me that I've changed a lot in the last 30 (yeah, really) years.

I was a very curious, cheerful and talkative child, would ask hundreds of question each day and would talk as much as ten people would in the same time. I'd try to be in the center of attention and if I wasn't, I'd make sure to push myself through the crowd and let them all know that I was there as well. I've never wondered about if the things that came out of my mouth would be wrong in any way.

Today, it's much harder not to recognize me, but I wish that I wasn't as noticeable as I am.What i've learned in the last 30 years is that you absolutely should fit in the scheme and shouldn't try to stick out. And while you're supposed to be quiet, sit in your chair and follow your teachers instructions as a student, you're supposed to be the exact opposite of that as a grown-up. You're supposed to be able to engage in small-talk, to network, to hold presentations and to be likeable.

So now, I'm not doing it right all over again. I don't interrupt people when they talk and reconsider what I want to say until it's too late to say it. I would rather not be caught saying something stupid or wrong. And I have far from enough contacts, which are so vital for my job aspiration. But it's really difficult for me to not let a conversation die out, because I can't talk the way I used to talk, unaware of possible repercussions and 100% honest.

However, I am sure that I'd be a good friend, even though or maybe even because I am a very good listener and I'd be a valueable employee, because I do my job the way it's supposed to be done and fast as well (and creative, detail- and goal-oriented). But I'm no longer able to stand in the limelight, because I have always been told that it is wrong. And I can't be proud of myself, because everything I was has always been wrong and because I didn't fit in the scheme of the much preferred silent and obeying student.

If there is one thing that school has taught me, then that it is an advantage not to ask too many questions and to do as you are told. And if there is one thing life has taught me, then that you shouldn't be yourself for as long as you are unable to shine as a flawless and successful human being.

I'm not advocating that we should never think about what exactly it is that we are saying, but sometimes we're just supposed to say something without thinking it all through for too long. If we don't do that, it'll often be too late to say it. Also, it would often be better if we had the possibility to just state the truth, even if it hurts. Instead of that, we swallow it all down and act out a role as perfect humans.

I may not be the worst actor there is, but I don't enjoy acting out my own life. If you find me at the gym, I'm in a role as somebody who enjoys this, even though I really don't. While trying to find a job, I have to stay in character, even though I really am somebody else. I really feel no pleasure in trying to cover up all my flaws and in covering up those horrible parts that are a part of my life and therefore, a part of me. But this is exactly what I have to do, if I want to find a job.

Nobody, absolutely nobody will write about their extensive experiences with therapy, their psychologic diseases, the fact that they've been a victim of a horrible crime or simply that they've been bullied throughout their time in school in their CV or their cover letter, even though some of these things would easily explain why there are holes in the CV or why some of the candidate's grades aren't the best. The fact that all these perceived flaws have to be covered up is often the first step into a web of lies.

I've never been particularly good at lying, but I have to lie while trying to get a job. I'll have to be a person I'm not, or not anymore, even though I wish that we'd all be able to accept that none of us are completely flawless.

The person who may look flawless based on their grade papers and the first impression can be the person who wont do a good job. If your grades are all A+, you might not have had enough chances to socialize. If your grade paper is at best showing a mediocre performance in school, this might indicate that you, in fact, are rather good at socializing, but didn't have enough time to focus on all subjects, and if your grades show that you performed poorly, this may simply indicate that life dealt you lemons from day one.

In other words, grade papers and job interviews that may last between 30 and 60 minutes are not an indicator of your ability as an employee. They may be an indicator of the fact that your day had already started either good or bad though, but that is all there is to it.

It would make a lot more sense to test possible employees and let them work in your business to figure out whether or not they'll fit in. Whenever I got the chance to do exactly that, I usually figured out that I actually am a valueable employee, contrary to my own beliefs and contrary to my mediocre grade papers.

This way, I also found out that I am too much of a perfectionist and that I simply don't engage enough in small talk. I'll have to work on this and I know that it wont be easy to return to my old self, but it is necessary, if I want to live a more or less normal life. Sure, I'll risk that some people will no longer like me, but I guess that is the price I'll have to pay to be true to myself. I can't please everyone.



Freitag, 14. Juli 2017

Just say yes....

In gut einer Woche ist es so weit - ich heirate. Ich habe mir noch keine großen Gedanken gemacht, was sich am Tag danach eigentlich ändert. Vorerst ändert sich nicht mal mein Name, weil das einfacher ist erstmal. Den Namen kann man später noch ändern. Das sind alles Dinge, die man erfährt, wenn man erstmal feststellt, was für ein Aufwand so eine Hochzeitsplanung ist, auch wenn man daraus eigentlich gar kein großes Tamtam machen möchte.

Unsere Anweisungen dafür, was in der Kirche passiert, gleichen übrigens einer Taktikdiskussion beim Fußball. Der Brautvater spielt dabei zunächst den Libero, landet dann aber auf der Auswechselbank. Als neuer Spieler kommt der Ehemann. Wenn der Finger erstmal im Ring ist, dann ist das Spiel auch schon gewonnen. Nach dem Kuss ist eine Laola zu erwarten.

Aber Spaß beiseite. Ich habe mir in letzter Zeit unzählige Liebesfilme angesehen und dabei kam immer wieder bei raus, dass es wichtiger ist, dass man sich liebt, egal in welcher Lage, als dass man ein großes, tolles Hochzeitsfest hat, ein Auto, ein Haus oder was auch immer nun darstellt, dass man es im Leben geschafft haben soll. Und dazu gehören auch Tage, die man nicht auf den sozialen Medien zeigt. Dazu gehört, dass nicht nur sprichwörtlich die Fetzen fliegen. Dazu gehört, dass man Meinungsverschiedenheiten hat. Dazu gehört, dass man den anderen auch mal gar nicht mag, aber immer noch im Hinterkopf hat, dass man ihn liebt.

Wir sind gerade dort im Leben angekommen, was andere als einen Tiefpunkt bezeichnen würden. Wir haben beide keine Arbeit, wir haben noch nie ein Auto gehabt, leben in einer Mietwohnung und nicht in einem Haus (so wie das in Dänemark von Heiratenden scheinbar erwartet wird), wir haben auch noch kein Kind und es gibt anderweitige Probleme, auf die ich jetzt nicht näher eingehen will. Es läuft eigentlich nichts, außer, dass wir uns haben, uns lieben und gesund sind.

Die Liebe ist wichtiger als alles Tamtam, was es so drumherum gibt. Das vergisst man heutzutage gern mal, gerade wenn man sieht, dass die Leben der anderen auf Facebook, Twitter etc. so viel besser aussehen als das eigene. Auf der Jagd nach dem nächsten Job, dem besseren Leben, den tollsten Reisen, dem schickesten Auto, etc. kann man häufig das Essentielle aus den Augen verlieren. Das Essentielle besteht darin, dass man hier auf diesem Planeten sein Leben mit anderen teilen, von ihnen lernen und mit ihnen genießen kann.

Liebe ist, was zählt.




I'm getting married in about a week. I haven't really thought anything through yet and I really don't know what's going to change. As far as I am aware, not even my name changes. It is too complicated to do it now and will be much easier later on. Even if you are planning to have a very laidback and small wedding, there are many things that need to be thought through and considered.

Our plan for the ceremony looks a bit like a game plan in football. The bride's father is the first to play the ball, but ends up on the substitute's bench. The new player will be the groom. Once there is a ring on the finger, the groom has won. You can expect a laola while the couple is kissing.

But all joking aside, I've been watching a myriad of romcoms lately, and it all comes down to the fact that the most important thing about weddings and a relationship is that the couple loves one another, no matter what. Expensive cars, travelling to exotic places, having a house or whathever the world let's you know you are supposed to do or to have - all of that doesn't matter, as long as you are in love. You can look at social media and doubt it. But love includes days on which you really don't like your partner, on which you fight and on which you don't agree. These are the things, people don't like to show, but they are there nevertheless. And everyone experiences this.

We are at a point in our life, where everything is going wrong. We have no jobs, we don't have that house that you apparently are supposed to have when you're getting married in Denmark, we don't even have a car and we don't have a child - other people would claim this is a low. But we have eachother, we are healthy and we have love.

This love is more important than the biggest wedding, the most expensive things and that everything goes right in life. This is essential, but often something that we tend to forget, when we see that everybody seems to lead a better life than we do (on social media). I believe it is important to not forget the essential parts of life that make it worth living. The essential part of life is that you can live it on this planet, with people you love, who help you to learn more about life and who are with you, while you enjoy your time here.

Love is, what is important.




Jeg skal giftes om godt og vel en uge. Jeg har ikke helt tænkt igennem, hvad det betyder for mig. Jeg ved ikke, hvad der forandrer sig ved at være gift. Dog er en ting sikker, jeg skifter ikke navnet på selve dagen, da det simpelthen er for besværligt og er meget nemmere senere. Der er mange ting der gør, at et bryllup bliver til noget, som kræver koordinering, selv hvis man egentlig ikke har planlagt det helt store bryllup.

I bund og grund ligner selve vielsen en game plan fra et fodbold spil. Brudens far spiller som libero først, men ender op på udvekslingsbænken. Dernæst er den nye spiller gommen. Når fingeren sidder fast i ringen, er bolden i målet. Derefter forventes der en laola, mens brudeparet kysser.

Men spøg til side. Jeg har set en masse kærlighedsfilm i løbet af de sidste par uger. Og så har jeg fundet ud af det essentielle - at man elsker hinanden, uanset hvad. En stor bil, et dyrt hus (som man åbenbart skal have i dagens Danmark, når man giftes), dyre rejser til eksotiske lande, alt det, som folk mener, man skal have - alt det betyder ingenting, når man er forelsket. Du kan kigge på de sociale medier og benægte det. Men kærlighed findes også på dage, hvor man simpelthen ikke kan lide hinanden, hvor man skændes og hvor det hele ikke lige går efter planen. Alle disse ting er ting, folk ikke viser på Facebook eller Twitter - men alle oplever dem, det kan du tro.

Vi er selv i en tid, som er mere vanskeligt. Vi har ingen arbejde, har som sagt ikke et hus, ingen bil og heller ingen børn - så det betyder, at vi ikke ligner det klassiske par, som bliver gift med de lyserøde briller på. Men vi har hinanden og vi har vores helbred - og vi har kærlighed.

Kærligheden er vigtigere end det store bryllup, de dyre ting eller at alt bare glider i livet. Det er det essentielle, som folk tit glemmer i kampen om, hvem der skulle have det bedste liv på de sociale medier. Jeg tror selv på, at det er vigtig at huske det essentielle for at leve et godt liv. Det essentielle består af at man lever på en planet, som tillader at vi lærer noget sammen med og fra dem vi elsker, og at vi har tiden til at nyde livet sammen med dem vi elsker.

Kærligheden er det essentielle.




Dienstag, 20. Juni 2017

Video-CVs

Ich bin jetzt Mitglied im Kommunikationsnetzwerk meiner A-Kasse geworden. Das bedeutet, dass ich jetzt am Donnerstag zum Beispiel einen kleinen Workshop mit einem anderen Mitglied der A-Kasse abhalte. Diesmal werden wir über Video-CV's reden und einige Beispiele zeigen. Ich habe mich selbst mal dran gemacht, um die basalen Unterschiede aufzudecken:


In meinem Video sieht man (mehr oder weniger eindrucksvoll), was man alles falsch machen kann. Abgesehen davon, dass sich einige sprachliche Fehler eingeschlichen haben, so ist hier zunächst folgendes dargestellt: 

  • das Video wird schief aufgenommen
  • das Bild ist zu dunkel
  • der Hintergrund ist nicht neutral
  • das Aussehen ist unprofessionell
  • ich fummle mir im Gesicht rum
  • ich lese offensichtlich von meinem Block ab
  • ich halte nicht viel Augenkontakt
  • ich wirke nicht besonders interessiert
  • ich erzähle darüber hinaus eine Menge irrelevanter Dinge
  • ich bin ganz offensichtlich nicht vorbereitet (ähm....ähm..joa..)
...außerdem ist die Tonqualität nicht gerade berauschen und ich hatte noch das Fenster auf, man hörte aber überraschendweise weniger Hintergrundlärm als erwartet. Das Bild wackelt so oder so.

Später gehe ich zu einem "besseren" Ansatz über: 

  • technische Probleme sind behoben
  • ich trage neutralere Klamotten und sehe gepflegter aus
  • ich wirke sicherer bei meiner Präsentation und halte Augenkontakt
  • ich zeige Interesse und erzähle, was ich für die Firma tun kann, die mich einstellen soll
Das sind einige der wichtigsten Punkte, die ich darstellen wollte. Bewerben möchte ich mich damit natürlich nicht, obwohl ich nach wie vor einen Job suche! :) 






I have recently joined a work related group for young communicators or those who are interested in communication and marketing. On thursday, me and another member of the group are going to do a small presentation/workshop on video-CVs. We are going to show a few examples, but I also felt like I should record a video myself. I've ended up with ar rather humorous good vs. bad video. 



In the video, you'll be able to see the difference between a bad and an at least somewhat ok video-cv. Aside from a few grammatical errors that I'd like to excuse, you should be able to notice the following differences: 

  • the video is not horizontal
  • the video is too dark
  • the background isn't neutral
  • I do not look professional
  • I'm touching my face several times
  • I'm reading passages off my papers
  • I'm not trying to maintain eye contact
  • I don't appear to be too interested in what I am doing
  • I'm talking about some rather irrelevant things
  • I don't appear to be well prepared (uhm....hm..joa..)
...aside from that, the sound quality was supposed to be even worse than this. However, it's amazing that you are actually not able to here the road close to my home. The video is shaking quite a bit, but hey, nobody is perfect, so I did not do that on purpose.

Later on, you'll see what I consider to be a "better" attempt: 

  • technical problems are gone
  • my clothes are more neutral, I look more professional in an instant
  • I present myself in a better way and I am maintaining eye contact
  • I am actually showing that I am interested through my body language and if you could speak Danish, you'd hear me trying to tell my future employer how he/she would benefit when employing me
These are, for me, the most important points I wanted to demonstrate. I'll definitely not try to apply for a job with any of these videos, but that doesn't mean that I have found the job of my dreams just yet! ;) 





Jeg er for ikke så lang tid siden blevet medlem af Magistrene's kommunikationsnetværk. Hos Magistrene's kommunikationsnetværk holder vi nogle møder, tager på virksomhedsbesøg og laver nogle sparringsmøder/workshops, mm. Næste torsdag holder Ida og jeg et møde, som handler om video-cver. Derfor har jeg allerede nu lavet en video, som skulle vise alt det, man kan gøre forkert, og hvordan man kan gøre det bedre. 



I selve videoen burde man kunne se, hvad der kan gå galt, når man optager en´t video-cv. Bortset fra de sproglige fejl jeg har lavet (tysker-fejl etc., jeg var bare nervøs, på trods af, at det hele absolut ikke var for alvor), kan man se det følgende:

  • videoen er ikke optaget horisontalt
  • det er for mørkt
  • baggrunden er ikke neutral nok
  • jeg ser uprofessionel ud
  • jeg rører hele tiden ved mit ansigt
  • jeg kigger ind i mine noter
  • jeg kan ikke holde øjenkontakt
  • jeg virker ikke særlig interesseret
  • jeg fortæller en masse ligegyldige ting
  • jeg virker uforberedt (ehm....ehm..joa..)
...bortset fra det, lod jeg altså vinduet stå åbent, fordi jeg troede, at man ville kunne høre baggrundsstøjen. Det kunne man så ikke. Det var i øvrigt ikke med vilje, at billedet vipper lidt op og ned, men hey, nobody is perfect ;-) 

Senere kan man se, hvad jeg mener er de mest relevante ting for at komme godt i gang med lave et video-cv: 
  • der er ingen tekniske problemer
  • jeg har mere neutralt tøj på og ser mere professionelt ud
  • jeg virker mere sikker og præsenterer mig bedre, også fordi jeg formoder at holde øjenkontakt
  • jeg virker interesseret og fortæller virksomheden, hvad der får ud af mig, hvis jeg skulle blive deres nye medarbejder
Det mener jeg, er de mest basale ting man skulle holde øje med, når man laver et video-cv. Jeg vil selvfølgelig ikke bruge de her videoer til at ansøge, men jeg er fortsat på udkig efter drømmejobbet! ;) 




Montag, 24. April 2017

The "Glamor" of Being Unemployed

Es ist früher Nachmittag. Ich stehe auf. Langsam aber sicher überrede ich mich dazu, doch mal aus dem Fenster zu gucken, aber eigentlich denke ich nur: "Wozu das Ganze?" Viele Tage gestalten sich mehr oder weniger zwischen Couch und Bett. Selbst der größte Enthusiast wird irgendwann von dem Monster der Arbeitslosigkeit verschlungen.

Dabei vermittelt einem das Jobcenter, und in Dänemark auch die Arbeitslosenkasse, permanent, dass das ja alles "schon wird" und man ja "nur" ein Praktikum anfangen und später einen Job mit Zuschuss bekommen könnte. Falls man Glück hat. Eventuell verschwindet man aber auch nur als derjenige, der nach zwei Jahren dauernder Suche immer noch keinen Job hat, aus der Statistik.

Ich will nicht den Teufel an die Wand malen, aber den Kopf hochhalten ist schwer, wenn man an den meisten Stellen nur auf Unverständnis trifft. "Aber es sagen doch alle, Ingenieure braucht jeder!" Ja, schon, aber gerade ausgebildete Ingenieure haben eben keine 5-10 Jahre Erfahrung, die nahezu alle Stellen suchen. "Selbst Schuld, wenn man nicht auf's Land ziehen will und unbedingt in der Stadt bleiben muss." Auf dem Land gibt es keine Jobs für Softwareingenieure. Wie es Humanisten wie mir ergeht, davon brauche ich eigentlich gar nicht anfangen. Da weiß ja jeder, dass wir zu nichts zu gebrauchen sind. "Hättest du bloß etwas handfestes gelernt."

Wenn man arbeitslos ist, dann wird trotz allem aber auch viel von einem verlangt. Die Tage zwischen Bett und Couch verbringt man mit Bewerbungen. So oft wie mir "Alles Gute" gewünscht wurde, müsste ich doch bereits Onkel Dagobert sein, 5 mal im Lotto gewonnen haben oder zumindest schon Jobs ablehnen. Die meisten glauben, man sitzt Zuhause und macht sich einen faulen Lenz, weil ja kein messbares Resultat bei all' dem Aufwand herumkommt. Dem ist nicht so. Häufig klappert man einen Workshop nach dem anderen ab, lernt etwas über sich selbst, aber kann sich hinterher doch nicht richtig auf dem Arbeitsmarkt verkaufen. Wieso ist das so?

Die junge Generation (also meine) steht momentan vor vielen Herausforderungen. Die Wirtschaftspolitik sorgt dafür, dass Menschen immer länger arbeiten sollen, damit man nicht enorme Ausgaben an die Rentenkassen hat. Was man allerdings dabei übersieht, ist dass die junge Generation es deswegen schwerer hat, überhaupt erst auf den Arbeitsmarkt zu kommen. Depressionen, Zukunftsängste und damit verbunden eine heruntergesetzte Arbeitsfähigkeit können da leicht die Folge sein. Ebenso sorgt man dafür, dass die junge Generation weniger dazu bereit ist, eine Familie zu gründen. Das ist aus logischen Gründen negativ für die Wirtschaftspolitik, allerdings müsste man eben weiterdenken und nicht nur die Kosten der Renten sehen um das zu verstehen. 

Es ist allerdings nie wirklich Aufgabe der meisten Politiker, langfristig zu denken. Wenn man langfristig gedacht hätte, hätte man in Bologna nicht beschlossen, den Bachelor so einzuführen wie er ist, ohne die jeweiligen Arbeitsmärkte darauf vorzubereiten. Arbeitgeber verlangen noch immer 2-5 Jahre Erfahrung und dass ein frisch ausgebildeter gesucht wird, ist nicht die Regel. Hinzukommt, dass sich viele nicht mal mit einem klassischen Bachelor zufrieden geben, sondern einen Master oberdrauf wichtig finden, obwohl der Unterschied zwischen dem einen und dem anderen vom Arbeitsaufwand marginal ist. Die einzige Stelle, an der es beim Master merkbar schwieriger wird, ist die Abschlussarbeit (ich spreche hier natürlich von meinen persönlichen Erfahrungen). Das Problem ist allerdings, dass man nach beidem oft schon 26-30 sein kann und damit als Frau in einer Altersklasse fällt, von der man denkt, dass sie als nächstes Kinder bekommen. Es gibt also mehr Gründe, die gegen die junge Generation und für die ältere Generation sprechen.

Aber wenn man ein paar glamouröse Bilder auf der Seite des Jobcenters zeigt, dann glauben doch alle, dass sie innerhalb weniger Zeit einen Job finden. Deswegen versuchen wir, die schönsten, kreativsten und tollsten CV's und Bewerbungen aus Zeitungsresten zusammenzukleben und jedes Mal wahre Wunderwerke zu schreiben, die am Ende doch nur ungelesen im Papierkorb landen, weil wir irgendwo nicht dem "Superkandidat" entsprechen, die genau die Firmen "händeringend" suchen, die so tun als gäbe es nicht genug Kandidaten mit passendem Titel.

Einer schlägt im Jobkursus vor, wir bräuchten dringend "Mindfulness". Das mag ja sein, aber ich bin schon glücklich damit, dass es wenigstens Gratiskaffee gibt und ich mein Geld, für dass ich mich ja schämen soll, weil es ja ganz eindeutig meine Schuld ist, dass ich arbeitslos bin, nicht für Starbucks oder ähnliches ausgeben soll. Das könnte ich mir nämlich schlichtweg auch nicht leisten.

Und genau dort geht es weiter. Man soll bei der Arbeitswahl "flexibel" - also auf Deutsch: in der Pampa - arbeiten können. Die meisten von uns haben allerdings noch nicht einmal mehr ein Auto, weil unsere Generation das sauer angesparte Geld dafür nicht verwendet oder aber gar nicht hat. Das hieße also, dass einige Kandidaten dann direkt umziehen oder stundenlang pendeln müssten, bevor sie sich überhaupt das Auto mit gutem Gewissen zulegen können um nicht schon wieder zum x-ten Male die Eltern um eine kleine Finanzspritze bitten müssen.

Aber immerhin wohnen wir nicht mehr Zuhause. In Japan wohnt meine Generation im Durchschnitt nämlich noch bei Mami und Papi. Laut asienspiegel.ch leben 4,5 Millionen (!) Japaner im Alter von 35-54 noch immer bei ihren Eltern und man nennt sie "Parasiten-Singles", weil man dort auch davon ausgeht, dass wir alle viel zu faul sind. Wenn wir nicht aufpassen, dann kommt genau diese Welle von schlechtbezahlten Jobs zu uns und die Entwicklung wird dieselbe sein. Wir werden noch weniger Kinder bekommen als jetzt schon. Und auch dann kann die Politik nur meckern und betreibt keine Ursachenforschung. Es ist immer einfach, mit dem Finger auf andere zu zeigen, auch wenn dabei ganze drei Finger immer auf einen zurückzeigen.

Die ältere Generation fragt oft: "Wo bleibt der Aufschrei der Jugend?" Dazu kann die Jugend leider nur entgegnen: "Wir sind zu müde. Wir wurden schon von Anfang an gelehrt, uns ja nicht zu beschweren." Und wie ja klar hervorgeht, so glaubt man uns sowieso nicht, weil die Schuld ja bei uns zu suchen ist. Es wäre also die ältere Generation, die sich beschweren sollte. Sie müssen länger arbeiten, als das eigentlich nötig wäre. Aber wenn es dabei am basalen Geld nicht mangelt, dann nimmt man das eben so hin oder sagt bestensfalls noch, dass man ja "so gern" arbeitet und sich gar nicht vorstellen kann, als Rentner Zuhause zu hocken. Es wäre ja auch in ihrem Interesse, uns nicht bis weit nach der 30 an der Backe zu haben, oder uns vielleicht die Chance zu lassen, in ein selbstbestimmtes Leben zu starten. Die nimmt man uns allerdings schon alleine damit, wenn man uns ausschließlich in Praktika schickt oder in Jobs arbeiten lässt, die es eben nicht zulassen, dass man überhaupt über Nachwuchs nachdenkt.

Aber so ziehe ich meinen "business-casual" Anzug an und gehe zur nächsten Veranstaltung, schöpfe ein kleines bisschen Hoffnung, bis ich mich dann das nächste Mal wieder ohne Perspektive auf meiner Couch einfinde. Immerhin habe ich noch meine eigene Couch. Es könnte auch Mami's und Papi's sein.




It's early in the afternoon. I'm slowly getting up. I'm trying to talk myself into looking out of the window. I'm thinking: "Why am I even doing this?" This is how a typical day in the life on an unemloyed person starts and it takes place between a bed and a couch. Even if you are the most enthusiastic person there is in this world, the evil monster of unemployment is going to eat you alive one day.

The jobcenter keeps telling you that "it'll all be fine" and that "all it takes" is an internship and a job with some extra money by the jocenter thereafter. If you are lucky, that is. Eventually, you are one of those, who end up disappearing from the statistics after two years of unemployment.

I don't want to paint the devil on the wall, but it is really difficult to hold your head up high, if all you meet is people who have a lack of understanding of your situation. "But everybody says that there is a lack of engineers!" While that may be true, it is also true that those who recently graduated lack the 5-10 years of experience which they demand for almost all jobs (okay, it is more like 2-5, but exaggeration helps to show how ridiculous this is). "It's your own fault, you are not willing to move to the countryside and want to stay in a big city." There are no jobs for software engineers in the coutnryside. I'm not even going to mention my situation as a humanist, but this describes the accusations my boyfriend has to live with. "If only you would have wanted to become something more proper than a humanist" is ringing in my ears ever since before i even started studying.

When you are unemployed, they still expect a lot from you. The days between bed and couch are filled with applications. If i would have luck everytime that somebody wished me "Good luck" with my job search, I should have won the lottery 5 times by now. Or, I should at least have had a jobinterview. Many people believe that all we (the unemployed) do is to sit at home, having a good time, because we can't show them how tedious and difficult it is to go through all of this and to not lose your mind along the way. On top of that, you're going from workshop to workshop in hopes of finding a "better you". Most of the times, you'll briefly feel like it's your turn now - only to return to your couch again later. But why is that the case?

The young generation (mine) is facing many obstacles in their lives. A demanding economy makes sure that people need to work longer and longer, in an order to minimize the costs of a constantly aging populace. While focussing on that, politicians generally oversee that the younger generations are experiencing more difficulties when trying to join the work force. Depression and a constant fear of not being able to make it define a young generation, which thus can end up without the slightest spark or power left to even be able to join the work force. This is how you make sure that potential workers will never become those. In other words: The money that you thought you'd save on pension spendings will directly go to those, who will no longer be able to become part of the work force. I would be willing to say that this is not how you save money, but this is how you lose in the long run.

On top of that, it becomes very unlikely that people with no job will choose to have children. If you want your populace to stop declining, you need to give them favorable circumstances instead of trying to make their life harder. But politicians aren't generally known to be those who think ahead of their 4-5 years in the parliament. If somebody would have thought ahead during the Bologna process, they could have figured out that the job market needs a longer phase in order to be able to adapt to the students, which seemingly "don't know what they are doing and have no experience". If your Bachelor is not enough and companies require a Master, it can at times seem a little off, because if you, like me, have experieced that a Master just means two more years of basically the same thing with the only exception being the finals which, admittedly, are tougher, then you begin to think that companies really have no idea what the studies are all about and that they just want you to have a prestigious title. And then there is the age issue which does not get better by studying two years longer. At 26-30, women are at their best age to have children which makes them rather unattractive for the job market as well. So no matter how you do it, you are bound to do it wrong. The older generations are done with children and have the necessary experience, which makes them more attractive than you in every respect.

But if you show a couple of glamorous pictures on the jobcenter homepage, then everybody is going to believe that they will find a job in relatively little time. This is why we are desperately trying to create the world's best CV and cover letter which is so "new" and "creative", in order to blow the employer's mind and why we are writing exciting recounts of us as THE best employee ever, for all of that to end up in the paper bin, time and time again. Because we are not the perfect super candidate the company is looking for and thus, they act like there wouldn't be any suitable candidates at all.

Somebody in my last job class suggested that we should have more time for mindfulness. I, for my part, are satisfied with the free coffee that saves me from wasting the money that I, in the eyes of many, are not even supposed to get for being such a lazy bugger, on a Starbucks coffee that I couldn't even afford anyway.

Money also makes sure that they can bash us for another reason, namely, that we are not trying to get that one job at the end of the world that's waiting for us. It is because most of us don't even have a car and it gets really difficult to drive four hours every day, while you are, for example, supposed to pick up your child from the Kindergarten while having a 9-5 job. Unless you want to borrow a lot of money from your parents, it will take a while until you have the funds to buy that car. This is why these jobs, if they even were there, would be more or less unattractive.

At least most of us here do not live with our parents any longer. In Japan, this is the exact opposite. A recent article on "asienspiegel.ch" stated that as much as 4,5 million japanese people from 35-54 live with their parents and are called "parasite-singles". This term includes that the general population believes that these people are simply too lazy to make do themselves and negates the fact that more and more jobs don't offer enough payment to make do, or that it gets more and more difficult to even find a fitting position. If we don't pay attention, Japan could be a look into our future, and yes, this would include that we also are facing even fewer newborns in the future. But politicians are only willing to point at our direction while they, at the same time, have at least three fingers that point towards them. They are not trying to figure out what the reason for the problems is, they are only interested in trying to find someone to blame for the misery.

The older generations often asks us: "Why don't the youngsters protest?" And the younger generations will have to answer that they are too tired and have learned nothing else than blind obedience from day one. However, the older generations are not going to believe that, because they know that we are at fault, because we simply are too lazy. So it should be the older generations that should protest, because they have to work longer, but all you hear from them is that it is fine and that they would have been bored at home anyway, or they don't complain, because all is fine as long as you have the money, albeit not realizing that they would benefit from not making sure that we will have to rely on them for a lot longer than they had expected when they gave birth to us. This way, they also give us a chance to make the grandchildren they keep asking for, while not realizing that we would rather not have children, when we have nothing to offer and can't give them a somewhat secure life.

So I'll put on my "business-casual" suit, go to the next meeting, get my hopes up just to end up on my loser couch again. But at least I can call this couch my own. In Japan, I'd be sitting on mommy's and daddy's couch.



Quelle: https://asienspiegel.ch/2017/04/japan-nennt-sie-parasiten-singles/







Mittwoch, 15. Februar 2017

Work work work work work work...

Wie einige von euch wissen suchen mein Freund und ich beide einen Job. Hier in Dänemark muss man eine Entfernung von bis zu zwei Stunden in Kauf nehmen. Das ist vom Radius her ziemlich riesig, denn mit dem Auto schafft man es in zwei Stunden von der Ostsee bis zur Nordsee (oder sogar von hier aus bis zur Grenze).

An der Nordsee wäre es für mich als Deutsche vermutlich einfacher, einen Job zu finden, da man dort auf Tourismus ausgelegt ist und ich ja, wie man sieht, Deutsch spreche. Deutsch wird dann als Plus in den Stellenanzeigen angegeben. Denkt ihr also darüber nach, nach Dänemark auszuwandern, ist es als Deutscher vermutlich wahrscheinlicher, dort auch einen Job zu finden.

Ich habe einen Master in Englisch und versuche, in der Kommunikationsbranche Fuß zu fassen. Dort habe ich in Deutschland auch für einige Zeit gearbeitet. Mein Freund ist ausgebildeter Software Ingenieur. Er war schon zu mehreren Jobinterviews, ich habe bisher nur Standardantworten kassiert. Momentan gehe ich zu einem "Karrierecoaching". Ich weiß nicht genau, ob es helfen wird, aber genau wie in Deutschland gibt es hier einige Auflagen, wenn man gern "Dagpenge", also Arbeitslosengeld, bekommen möchte. Ich muss dafür einige Bewerbungen die Woche schreiben und mich regelmäßig beim Arbeitsamt und bei der Arbeitslosenkasse melden / bzw. Kurse mitmachen.

Das ist auch nicht weiter schlimm, aber ich vermute, dass es immer demotivierender wird, je länger es dauert. Frederik und ich sind beide in Gruppe 1 und 2 jener Studenten, die nach abgeschlossener Ausbildung am längsten arbeitslos sind (laut der Zeitschrift "Politiken"). Da kann man sich schon mal gegenseitig auf die Nerven gehen und es gibt viel Konfliktpotential. Wir haben beide zwei Jahre um einen Job zu finden, dann würden wir wesentlich weniger Mittel beziehen (nennt sich dann Kontanthjælp, also ung. Hartz IV). Die Hoffnung stirbt aber zuletzt.

In Dänemark wird immer wieder gesagt, wie wichtig es doch ist, zu telefonieren. Das finde ich für meine Generation recht unglücklich. Das Telefon ist kein Feind, allerdings kann man durch das Telefon nicht abschätzen, was der Gegenüber denkt, fühlt, meint oder welche Emotionen rüberkommen. Dadurch kann man denken, das etwas sehr schief lief, wenn es im Grunde genommen ein gutes Gespräch war. Ich habe schon einmal mit einem möglichen Arbeitgeber telefoniert. Für mich ist das etwas schwieriger, da ich je nach Dialekt manchmal nicht verstehe, was mein Gesprächspartner sagt. Niemand sagt gern wiederholt: "Was haben Sie gesagt?" Darum ist es wichtig, so oft wie möglich das Telefonieren zu trainieren oder als Ausländer eben so viel wie möglich mit Dänen zu sprechen. Ich bin mir sicher, diese Erfahrung gilt auch für andere Länder. Lernt die Sprache und benutzt sie auch. Ein Fehler kann immer passieren, aber Übung macht den Meister!

Und ansonsten ist es auch wichtig, über seinen eigenen Schatten zu springen. Es fällt mir immer sehr schwer, mit anderen zu reden oder Kontakte zu knüpfen. Wenn man aber einen Job haben möchte, dann ist ein großes Netzwerk mit losen Kontakten existenziell. Man verkauft sich quasi selbst auf einem Markt, auf dem Leute eben nur auf einen aufmerksam werden, wenn man präsent ist. Ich werde mal schauen, wie ich diese Tipps am besten selbst bei mir implizieren kann und halte euch fortan über dieses Thema auf dem Laufenden. Schreibt doch gern Kommentare oder Anregungen und falls ihr Fragen zu Dänemark habt, bin ich dazu bereit, im Rahmen meiner Möglichkeiten darauf zu antworten!




As some of you may know, my boyfriend and I are both looking for a job. Here in Denmark, you are expected to accept jobs which can be located up to two hours away from your home. In two hours, I'm able to travel to the North Sea, but I live next to the Baltic Sea. I could also make it to the German-Danish border, so you get an idea of the size of the area this includes. 

Admittedly, it would probably be easier for me to get a job closer to the westcoast than here. Aarhus is a city and the places on the westcoast are mostly not even close to a cities' size, but the area is more tourist oriented and in particular often frequented by Germans. Thus, the fact that I speak German is a definite plus over there. 

I have a Master's degree in English and i am trying to get a job in the PR/communication sector. This is the area of work I am most familiar with as I have worked in a PR agency back in Germany. My boyfriend is a Software Engineer. He has had job interviews while I am usually getting the standard "no". At the moment, I am participating in a career coaching class. I don't know if it's going to help me, but it's a class that I have to visit as it's demanded by the job center. If you want to receive "Dagpenge" - unemployment support - you are supposed to visit classes hosted by the job center and the agency that pays your Dagpenge, called "A-Kasse". You will also have to write a couple of applications per week and stay in contact to your A-Kasse/Jobcenter by going there once a month. 

It's not an issue at all, but I'm expecting that the job search could eventually become more and more difficult on an emotional level while time flies by. Frederik and I are in group 1 and 2 of those students in Denmark who take the longest to find their first job (as seen in the newspaper "Politiken"). We have up to two years to find a job, after that, we'll be paid a lot less (Kontanthjælp). So there will be more and more pressure on us and there'll definitely be more potential for conflict. The fact that we see each other pretty much 24/7 does not help this either. However, one should never give up hope. 

In Denmark, they'll always let you know that the best way to find a job is through the telephone. I find this a bit impractical for my generation as we are used to other methods. Don't get me wrong, the phone is not the enemy, but it makes it more difficult to get a clue about what the other person is thinking, feeling, in general, how the other person reacts to the things you are saying. That can be particularly difficult in the job search situation and it can cause misunderstandings. I've had a phone call with a potential employer and it was okay, but awkward at the same time. On top of that, calling a Dane can be a challenge for me, as I have no chance of knowing whether or not the person speaks some awkward dialect or if it will be difficult for me to understand the person for other reasons. And nobody likes to ask if the other person could repeat what he/she has said again and again. However, this is one of the reasons why it is essential for you as a foreigner to actually learn and practice the language as much as possible. You can always make mistakes but practice makes perfect!

Generally, if you want a job, you'll have to go beyond your comfort zone a few times. I am having a hard time talking to others and trying to find friends in general. However, if you want to have better chances of getting a job, you need a bigger network, which is why you need to be in contact with many people. Getting a job is like trying to sell yourself on a market on which you'll only be "bought" if you are visible. I'm going to try and see which of these tips I can use myself and will keep you up to date on progress that I make. If you have any questions or comments, feel free to write them down in the comment section below. I'll try to answer any questions according to my knowledge. 

Sonntag, 5. Februar 2017

....because it's tradition (wedding edition)....weil es Tradition ist (Hochzeitsedition)....

Gerade wenn man vorhat zu heiraten, fällt einem auf, wie viele verschiedene Traditionen es doch gibt, die die Länder, aus denen wir kommen, immer ein wenig individuell erscheinen lassen. Wir sind hier nur gut 4 Stunden von Zuhause, Hamburg, entfernt und trotzdem ist vieles unterschiedlich.

In Deutschland muss man, wenn man in der Kirche heiraten will, vorher im Standesamt heiraten. In Dänemark ist das nicht so. Hier wählt man zwischen dem einen und dem anderen. In Dänemark muss man allerdings zu der Kirche, in der man gern heiraten will, irgendwelche Beziehungen haben. Ein anderes Familienmitglied kann hier zum Beispiel getauft worden sein, man selbst, usw. Hat man sich dann entschlossen, dann ist hier vieles wieder gleich. Der Mann sieht die Frau nicht in der Nacht vor der Hochzeit, kennt ihr Kleid nicht und ist für Blumen zuständig. In beiden Ländern guckt man sich Dinge aus den USA ab, wie zum Beispiel eine Bridal Shower. Dann wird es allerdings interessant:

Kurz vor der Hochzeit hat der Däne Polterabend. So weit, so gut. Aber Porzellan wird hier nicht geschmissen. Ein Polterabend ist in Dänemark das Äquivalent vom Jungesellen/Jungesellinnenabschied. Einen extra Polterabend gibt es nicht, warum weiß ich nicht, aber vielleicht denkt man sich einfach, dass das gute Royal Copenhagen Geschirr zu schade dafür wäre???

Und dann schreitet man das erste Mal in seinem Leben in einem weißen Kleid zum Al...... halt stop! In Dänemark ist man als Frau schon das zweite Mal in einem weißen Kleid in der Kirche unterwegs. Bereits als Mädchen zur Konfirmation war man eine Art "Mini-Braut". Ist man dann am Altar angekommen, ist die Prozedur in ihren Zügen ganz ähnlich. Allerdings kann es sein, dass man einen strengen Pastor erwischt, der einem weder den Kuss erlaubt, noch jegliche Form von Kameras zulässt. Ich glaube aber, dass das inzwischen seltener ist.

Danach geht's ab zum Fest, wo man eine Hochzeitstorte, einen Geschenketisch und einen Willkommensdrink erwarten kann. Auch das Essen unterscheidet sich nicht wesentlich, wobei man nach einer klassischen Hochzeitssuppe lange suchen kann. Währenddessen wird man nicht nur von lustigen Sketchen oder Spielchen wie in Deutschland unterbrochen, sondern hört viele Lieder, geschrieben über einen selbst und von den Liebsten.

Ist man fertig so geht es auf die Tanzfläche. Die ersten Takte spielen - nein, dieses altmodische Lied kann doch nicht das Lieblingslied des Hochzeitspaares sein? Nein, ist es auch nicht. Es ist der "Brudevalsen".  Hier seht ihr Kronprinz Frederik und seine Mary. Man munkelt, dass dazu alle tanzen müssen.



Ist es einem zu viel Musik als Braut oder Bräutigam und man möchte sich lieber auf das stille Örtchen verdrücken, schafft man für sämtliche Gäste DIE Gelegenheit, den Neuvermählten vom anderen Geschlecht zu küssen. Auch hier munkelt man, dass manche Gäste blitzschnell ihr Geschlecht wechseln, nur um den überraschten Bräutigam zu knutschen.

Für musikalische Begleitung sorgt meist eine Band, wobei sich das Stück für Stück hin zum DJ ändert. Die Füße sind nach dem ganzen Tanzen am nächsten Tag übrigens genauso platt wie in Deutschland. Ich habe das schon für euch ausgetestet!


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When you are preparing everything for your wedding, you will most likely notice just how many traditions are involved in the ceremony. These traditions are different in each country and being only 4 hours away from home (Hamburg) is enough for a whole different set of traditions.

In Germany, you can choose to get married in church, but you can only "officially" get married in a registry office, which you will do in advance. In Denmark, it's either the one or the other, not both. Once you know where you want to be married and this can be more challenging in Denmark, because you need to have some sort of "connection" to the church you want to be married in, like for example a sibling who has been baptized in the same church, the rest is pretty similar. The husband to be is not allowed to see his bride in the last night before the wedding, he must not see her dress, he is supposed to buy the bridal bouquet, etc. etc. Both countries take over new things from the US, such as bridal showers, but then, we'll come to the more interesting part:

A bit ahead of the wedding, Danes will have their "Polterabend", which is a German word for an evening before the wedding, were we are having a party with our soon to be guests and were we throw porcelain on the floor for good luck. But in Denmark, the "Polterabend" is the hen/stag night, which is called "Junggesellen/Junggesellinnenabschied" in German. I know, I find it super confusing as well.

And then soon, the bride will make her way down the aisle in her pretty white dress for the first time in her......wait, what? It's not the first time in the life of a Danish girl, walking down the aisle in a white dress. For their confirmation, Danish girls become "mini-brides", while it's tradition to be dressed in black in Germany. The wedding ceremony in itself does not differ significantly from the ceremony in a - lutheran - German church, but it's possible that your Danish pastor may be a bit more conservative and will not allow you to kiss and will not allow any kind of camera during the service. Let's see how that will turn out for us.

Once the ceremony is over, you'll be on your way to the party. You can expect the usual wedding cake, gift table, drinks, good food, but don't expect your German "wedding soup" to show up. Your dinner may be interrupted by funny games and little plays by your best friends in Germany, but in Denmark, your family will make sure to write some songs for you and about you as a couple that you all will have to sing together.

Then you'll move on to the dance floor, but what's that old song they are playing? It can't be the favorite song of the bride and groom can it? No, it's the "brudevalsen" a traditional opening song even the royals dance to. Here you can see Crown Prince Frederik and his Mary dancing to the song:


Rumor has it that every Danish couple MUST dance to this with no exception.

If the music should be too loud and the bride or groom is in dire need of some peace and quiet, they may want to retreat to the restrooms for a bit. However, once one of them walks out and leaves the other one behind, this is THE chance for all guests from the other gender - you may now kiss the bride/groom! Rumor has it that some guests may change their gender in a matter of seconds in order to place a smooch on the unsuspecting groom's forehead.

The music you are listening to will most likely be played by a band, however, there are more and more DJ's to be found at Danish weddings. But I can tell you that your feet will be equally tired regardless of if you attend a Danish or a German wedding! I've tried that out for you earlier ;-)


Mittwoch, 18. Januar 2017

Marry me, baby!

Dieses Jahr ist es so weit: Ich heirate Frederik. Wir heiraten am 22.7. in einer schönen Kirche an der Ostsee und feiern auch in einem Hotel an der Ostsee. Dabei gibt es kein bestimmtes Thema, aber es werden sich einige Elemente überall wiederfinden. Welche Farben vorherrschend sein werden weiß ich auch noch nicht so genau. Ich kenne bis jetzt nur mein Outfit (ganz wichtig) und die Einladungen.

Die Einladungen sind super schön und wurden von einem Grafikdesigner entworfen, der auch noch für weitere Überraschungen bereitstehen wird (Näheres erfahrt ihr hier dann später 😏). Wir haben für diese Hochzeit gespart (ich eigentlich schon immer) und werden aber trotzdem versuchen, die Kosten möglichst niedrig zu halten, da wir gerade mit dem Studium fertig sind und noch kein festes Einkommen haben, was sich aber noch bis zur Hochzeit ändern könnte und hoffentlich auch wird! Deswegen finde ich, dass Tipps für eine Hochzeit essentiell sind. Wenn ich Tipps geben sollte, wie eine Hochzeitsplanung am besten gelingen kann, dann würde ich folgende Punkte vorschlagen:


  • Ihr habt nicht die passende Geldbörse für eine 5-stöckige Hochzeitstorte? Euch fehlt es an allen Ecken und Enden? Benutzt euer Netzwerk! Wenn ich nicht mein Netzwerk hätte, hätte ich zum Beispiel nicht gewusst, dass das Hotel Feiern zu einem erschwinglichen Preis anbietet, dass man durchaus auch noch verhandeln kann und wir wären nie auf so manche Ideen gekommen, die den Tag zu einem ganz besonderen machen werden. Unser Grafikdesigner kommt auch aus unserem Netzwerk.
  • Um noch mal auf die Hochzeitstorte zurückzukommen, hier lässt sich kräftig sparen, meiner Meinung nach. Für viele Gäste ist das Anschneiden zwar wichtig, aber die Enttäuschung ist groß, wenn die Torte zwar toll aussieht und dann doch nicht schmeckt. Deswegen kann man auch unter Freunden und Verwandten mal schauen, ob es nicht jemanden gibt, der tolle Torten backen kann. Gemeinsam lassen sich viele Dinge erschwinglicher erledigen und man hat dann sogar noch jemanden, der auf sein Endergebnis zu recht stolz sein kann!
  • Hochzeitskleideroutlets. Wenn ihr nicht einen ganz bestimmten Wunsch habt, wie das Hochzeitskleid aussehen soll, dann lässt sich hier sehr viel Geld sparen, aber bedenkt, dass es eine gute Idee ist, wenn man spätestens 6 Monate vorher einen Termin hat, bei größeren Größen, wie bei mir Gr.48, kann man auch schon 9 Monate vorher zum Termin. Ich war bei Bleibtreu in Lüneburg, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann. Das Personal war sehr herzlich, freundlich und hat sich nicht darüber beschwert, dass ich 10 Kleider mit zur Umkleidekabine genommen habe, um dann am Ende das 1. zu nehmen. Ich hatte zwar nicht alle 10 an, aber immerhin. Mein Kleid kostet nicht einmal die Hälfte vom Originalpreis und das es nicht aus der neuen Kollektion stammt sieht nun wirklich kein Mensch.
  • Viele Bräute basteln in letzter Zeit selbst. Ob das wirklich günstiger ist kann ich nicht sagen, aber man steckt dann ein bisschen von sich selbst in die Hochzeit. Für mich wäre das allerdings nichts, da ich zwei linke Hände habe, was das Künstlerische angeht.
  • Lasst euch nicht von anderen Bräuten beeinflussen. Das meine ich ganz ehrlich. Viele Bräute meinen, man müsste alles haben, was andere Bräute auch haben. Das muss man nicht. Es gibt keinerlei sinnvolle Gründe, warum man dem neuesten Trend bei Deko/Fotoboxen oder was auch immer folgen sollte. Tut nur das, was ihr selber wirklich wichtig findet. Am Ende werdet ihr sehen, dass es so oder so nicht auf das ganze Drumherum, sondern nur auf euren Partner und euren Spaß bei der Hochzeit ankommt. 
  • Lasst euch nicht von "Experten" unter Druck setzen. Es gibt tatsächlich Fotografen, die in Foren und Facebookgruppen behaupten, man würde es bereuen, wenn man nicht ein megateures Fotoalbum mit was weiß wie vielen Fotos bucht. Ich will nicht sagen, dass Fotografen schlecht sind, aber wenn man so oder so schon kein Geld hat, dann kann man auch hier sparen. Inzwischen haben so viele Menschen digitale Kameras und kennen auch Leute, die sich zumindest ein bisschen mit Bildbeartbeitung auskennen, sodass das teuerste Fotopaket gar nicht notwendig ist. Von Verwandten her weiß ich, dass man sich die Bilder so oder so nicht pausenlos anguckt. Allerdings gilt hier wie auch für alle anderen Sachen: Tut nur das, was für euch wichtig ist. Lasst euch nicht einreden, dass man irgendetwas muss.
  • Bei der Location lässt sich natürlich auch einiges sparen, indem man sich ggf. selbst um gewisse Dinge kümmert. Wir haben uns dagegen entschieden, haben aber auch das nötige Puffer um das zu tun. 
  • Bester Tipp, wie ich finde: Genießt den Tag! Lasst euch von niemandem irgendetwas einreden. Es ist euer Tag.
In Zukunft hoffe ich, dass ich wieder häufiger hier etwas posten werde. Die zwei letzten Jahre waren im Privaten sehr anstrengend. 


Der Ort unserer Verlobung am 18.7.2011, Lussand am Hardangerfjord in Norwegen
The place of our engagement at Hardangerfjord on the 18th of July, 2011 in Lussand, Norway


The time has come. Frederik and I are finally getting married. We are getting married on the 22.7. in a little church by the Baltic Sea and the celebrations will also take place by the Baltic Sea, but in a hotel. We didn't choose a theme or specific colors yet, but some elements will reoccur throughout the day. By now, i am only done with picking my dress, and we have a location and the invitations are done.

The invitations are very beautiful and have been designed by graphic designer I know. He will also help me with other surprises (that I'll write about later so as to not spoil the surprise to any of the guests). We did save up for the wedding (I have been saving up for it in forever by now), but will still try to keep the costs down, as we both are recent graduates, who are not yet employed by anyone. This is one of the reasons, why I believe that some tips and tricks from a bride to be might be important for other future brides. Therefore, I'd like to share some of the best tips and tricks I can come up with:

  • You lack money in order to buy a very large cake? There is not enough money for all the bits and pieces that other brides have chosen for their wedding? Ask your network! You'll be amazed just how many people you know that are able to help with things such as choosing a location, baking a cake or designing decorations and invitations together with you. It is fun to work together and you can also promote some of your friend's and families' work to others that may be at the wedding. It's also great fun to be able to see this as some sort of a group project.
  • Bridal Dress Outlets - unless you have that one special dress that you have always dreamed of, this is a good way to save large amounts of money. My bridal dress did not even cost half of its original price, yet it is still amazing. And nobody will be able to tell which season the dress was made for anyway.
  • Make your own invitations and decorations! As previously mentioned, this is a way to save money and many brides engage in creating beautiful pieces of art for their wedding that will give the celebrations the perfect personal touch. Since I have two left hands when it comes to crafts, I didn't choose to do anything myself though.
  • Don't let "experts" tell you what a "must-have" is. Really, nothing is a must-have, unless you really want it. Weddings have a whole industry wrapped around them, like most other things in life. People are trying to make money and not everyone will tell you the truth. Some photographers, just an example, will pressure you into thinking that your pictures wont be worth it, if they aren't professional. That is not entirely true, especially not if you lack the money, but have connections to people with digital cameras and/or graphic designers, who know a thing or two about working with photographs. This is a legitimate way to save money, no matter what "experts" are trying to tell you. Spend your money on what it is important to you as a couple 
  • It's very possible to save money with respect to the location. The rule of thumb here: the more you do yourself, the cheaper it gets. However, this was not an option for us, as we are not willing to spend our day worrying about if everything works out the way it should, thus, we opted for a tailored offer, but for a relatively unexpensive one. Check different locations and see if you can get a discount. Don't be afraid to ask, most people are very reasonable, they need you as a customer. 
  • And last but not least, my best tip: Enjoy the day! Let people help you, but don't let anyone tell you what to do. It is your special day after all!
For the future, I hope that I will be able to post a bit more. The last two years have been rather exhausting from a personal perspective.